Spaß am Montag #Geh nicht in den Winterwald II

Wie bereits im Artikel über Spieleabende in der Brettspielkiste erwähnt, findet dort nun jeden Montag eine kurze Aktion statt. Im Wechsel stellen unterschiedliche Spielleiter diverse Spiele (hauptsächlich Rollenspiele) vor und jeder der Zeit hat, kann hinzu kommen.
Unsere Session mit Geh nicht in den Winterwald Teil II begann am Montag, dem 16.12.2019 gegen 18:30 Uhr und brachte diesmal einem anderen Charakter das fürchten bei.

Das System

Geh nicht in den Winterwald ist ein Erzählspiel aus der Kleinen Reihe von System Matters. Die Szenen spielen in einem kleinen Dorf irgendwo in den Vereinigten Staaten etwa im 18. Jahrhundert und dem angrenzenden Wald. Dieser ist selbst im Sommer so finster, das er den Namen Winterwald bekommen hat und viele Geschichten und Mythen ranken sich mittlerweile um diesen.

Die Charaktere sind Bewohner des Dorfes und müssen sich mit der Problematik des volkstümlichen Aberglaubens und Horror befassen. Durch einen unglückseligen Zufall jedoch werden die Dorfbewohner gezwungen, eben doch diesen Wald zu betreten. Dort müssen sie seine finsteren Legenden und dunklen Geheimnisse ergründen. Obwohl es heißt Geh nicht in den Winterwald, führt offensichtlich kein Weg daran vorbei.

Das Spiel hat einen einfachen Charakteraufbau und nur minimale Regeln. Man braucht einen Namen, einen Beruf und eine Motivation, um in den Winterwald zu gehen. Der Erzählstil ist relativ frei und gewürfelt wird jeweils nur mit 1W6, wobei die Schwierigkeit einen Wurf zu schaffen mit der Zeit (den gesammelten Kältemarkern) steigt. Es kann also bereits mit minimalem Aufwand losgelegt werden.

Ich war am Montag als Spielleitung in der Brettspielkiste und hatte mich beim ersten Mal dafür entschieden, die einzelnen Szenarien aus dem Regelwerk in Reihenfolge zu leiten. Daher folgte nun Ein Licht zwischen den Bäumen.

Das Abenteuer im Winterwald

ACHTUNG: SPOILER!

Eine seltsame Himmelserscheinung verursacht eine grässliche Begegnung in Ein Licht zwischen den Bäumen. Die Dorfbewohner, die kurz vorher ein verhextes Mädchen vor einer lange toten Zauberin gerettet haben, müssen wieder los. Dazu machten sich Paul der Priester, Vinzent der Winzer und Johnny der Trapper allein auf den Weg, denn Anton der Schmied hatte Grippe.

Sie erwachten des Nachts durch ein merkwürdiges blaues Licht, verstanden kaum etwas von dem Himmelsbild das sich ihnen bot, akzeptierten jedoch, dass der Älteste des Dorfes sie ein weiteres Mal auswählte, um nach diesem Licht zu sehen. So geht es erneut über bekannte Wege in den Winterwald, der selbst jedoch in sich verändert scheint. Kleine Ängste sind zu überstehen, bis man auf Indianer trifft, die das gleiche Ziel haben wie die Gruppe. Sie glauben nämlich, dass das Licht an einem für sie heiligen Ort herunter gekommen ist. Dem Indianerfriedhof.

Gemeinsam stärker, oder zumindest jetzt zu sechst, setzten die Charaktere die Reise fort. Man fand den Einschlag im Wald, einen kleinen Krater, in dem ein merkwürdiger Stein lag. Noch während man überlegt was zu tun sei, wer überhaupt ein Recht auf den Stein hat, tauchen Ent-artige Baumwesen auf. Sie fordern und bekommen den Stein, niemand wird verletzt und alle verlassen den Wald. Da der Trapper diesmal durch Würfelpech und Kältemarker fast außer Gefecht gesetzt wurde, führten die Indianer die Charaktere aus dem Winterwald, mit einem kleinen Hinweis auf das nächste Abenteuer.

Etwas bleibt immer …

Folglich bleibt zu sagen: Noch mal widerstanden sie dem Horror.Nun galt es wieder einen Schluck Schwarzgebrannten zu nehmen, um die Kälte aus den Glieder zu vertreiben, aber etwas bleibt. Beim ersten Mal beendete ich meine Erzählung mit den Worten: Wer einmal im Winterwald war, den ruft er immer wieder zurück. Jetzt wissen die Männer das es wahr ist und die Warnung im Dorf bleibt bestehen: Geh nicht in den Winterwald. Außer du hast einen wirklich guten Grund!

Aussicht auf nächsten Montag

Wie es aussieht geht die Runde mal wieder ein Theo, der passend zum bevorstehenden Weihnachtsfest A Midwinter Carol für D&D für uns leiten will.

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